| 1968. Ein Handbuch zur Kultur- und Mediengeschichte der Studentenbewegung |
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Herausgegeben von Martin Klimke und Joachim Scharloth
Doch was wäre die 68er-Bewegung ohne die Medien? Kulturrevolution und Medienevolution gingen Hand in Hand: Rudi Dutschke, die Kommune I, Che Guevara oder Mao wurden von den Medien neben Rockstars wie den Rolling Stones oder Jimi Hendrix zu Ikonen einer jugendlichen Protestkultur gemacht. War die Studentenbewegung mehr als eine Ereignisinszenierung im Medienformat? Entlang der Stichworte Happening, Sit-in, Diskussionsfieber, Protest u.
a. vermittelt das Handbuch einen erfrischend anderen Blick auf eine
politische Strömung, die die Jahrzehnte danach entscheidend verändert
und geprägt hat. Inhalt: Maos Rote Garden? ›1968‹ zwischen kulturrevolutionärem Anspruch und subversiver Praxis – Eine Einleitung / Martin Klimke und Joachim Scharloth 1 I. Medien und Öffentlichkeit Protestinszenierungen: Die Studentenbewegung im Spannungsfeld von Kultur-Revolution und Medien-Evolution / Katrin Fahlenbrach 11 * Ereignisinszenierung im Medienformat: Proteststrategien und Öffentlichkeit – eine Typologie / Dorothee Liehr 23 * Das Kursbuch: Nationale Zeitschrift, internationale Kommunikation, transnationale Öffentlichkeit / Henning Marmulla 37 * »Eiffe erobert die Welt«: Graffiti und der umstrittene öffentliche Raum / Mererid Puw Davies 49 * Die Achtundsechziger Bewegung zwischen etablierter und alternativer Öffentlichkeit / Dominik Lachenmeier 61 II. Performanz und Subversion Ritualkritik und Rituale des Protest: Die Entdeckung des Performativen in der Studentenbewegung der 1960er Jahre / Joachim Scharloth 75 * Straßentheater als politische Protestform / Dorothea Kraus 89 * Umherschweifen und Spektakel: Die situationistische Tradition / Mia Lee 101 * Die aktionistischen Wurzeln der Studentenbewegung: Subversive Aktion, Kommune I und die Neudefinition des Politischen /Alexander Holmig 107 * Sit-in, Teach-in, Go-in: Zur transnationalen Zirkulation kultureller Praktiken in den 1960er Jahren / Martin Klimke 119 III. Neue kulturelle Praktiken A) Künstlerische Ausdrucksformen Happening, Fluxus, Performance: Aktionskünste in den 1960er Jahren / Martin Papenbrock 137 * Der postmoderne Impuls: ›1968‹ als literaturgeschichtlicher Katalysator / Roman Luckscheiter 151 * Born to be wild: Rockmusik und Protestkultur in den 1960er Jahren / Lorenz Durrer 161 * Angry Young Musicians: Gibt es eine Sprache der musikalischen Avantgarde für ›1968‹? / Beate Kutschke 175 * Die Entwicklung der Filmsprache in den 1960er Jahren: Offene Enden, erzählerische Lücken, Selbstthematisierung, Zufallsprinzip / Thomas Christen 187 * Die Rote Fahne: Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin, 1966–1968 / Volker Pantenburg 199 B) Alltagskulturelle Praktiken Diskussionsfieber: Diskutieren als kommunikative Praxis in der westdeutschen Studentenbewegung / Nina Verheyen 209 * Die Sprache der Revolte: Linke Wörter und avantgardistische Kommunikationsstile / Joachim Scharloth 223 * Die ›sexuelle Revolution‹ – Körperpolitik um ›1968‹ / Pascal Eitler 235 * Frauen in Bewegung: Mit der Neuen Linken über die Linke(n) hinaus / Kristina Schulz 247 IV. Gewaltdiskurse Berliner Subkultur: Blues, Umherschweifende Haschrebellen, Tupamaros und Bewegung 2. Juni / Wolfgang Kraushaar 261 * Das terroristische Manifest: Die RAF im Kontext avantgardistischer und neo-avantgardistischer Diskurse / Sara Hakemi 278 * Zwischen Bombenterror und Baader-Story: Terrorismus als Medienereignis im Frühjahr 1972 / Martin Steinseifer 285 V. Rückblicke Unklare Verhältnisse: 1968 und die Mode / Sabine Weißler 305 * »Du musst den Dingen ihre eigene Melodie vorspielen und sie werden zu tanzen beginnen«: Ein Gespräch mit Rainer Langhans / Martin Klimke/Joachim Scharloth 311
“[A] unique contribution … illustrating a recent shift in scholarship on the 1968 student movements from an analysis of its history to its representation. … [T]he volume provides a good survey of the variegated ways that 1968 was mediated, for example, through literature or film, or the ways that 1968 engaged a range of media, such as happenings, music, and television, in order to further its political agendas. Given the broad array of mediations explored, the volume offers edifying material to complement courses from a wide range of disciplines well--such as film, theater, or media or cultural studies, as well as German studies or history--that touch upon or focus on 1968.“ |